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Zu schade für die Tonne

Wie erkenne ich, ob ein Lebensmittel (noch) zum Verzehr geeignet ist? Tipps des BLC

In Deutschland landen laut einer vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten Studie der Universität Stuttgart jährlich knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, obwohl ein Großteil nicht verdorben ist und zum Verzehr geeignet wäre. Viele Verbraucher sind unsicher, ob Lebensmittel noch genießbar sind, wenn das auf der Packung aufgedruckte Datum überschritten ist. Der Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst (BLC), ein Zusammenschluss von Experten für die Lebensmittelsicherheit, bietet hier mit den nachstehenden Tipps Hilfe an.

ALLGEMEINES:
Grundsätzlich sollten Lebensmittel möglichst innerhalb des vorgesehenen Zeitraums, also vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) verzehrt werden. Bis dahin garantiert der Hersteller die berechtigterweise zu erwartenden Eigenschaften des Lebensmittels. Aber auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (bitte nicht verwechseln mit dem Verbrauchsdatum, siehe unten!) müssen Lebensmittel nicht gleich weggeworfen werden.

Je länger die Haltbarkeitszeit eines Lebensmittels ist, zum Teil Monate oder Jahre, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ohne Bedenken gegessen werden kann. Im Laufe der Zeit können jedoch Vitamingehalte sinken und Aromaverluste/-veränderungen auftreten. Solche Qualitätseinbußen führen aber nicht dazu, dass mit dem Verzehr gesundheitliche Gefahren verbunden sind.

Feuchte Lebensmittel mit kurzer Haltbarkeit (Tage oder Wochen) müssen gründlich überprüft werden, wenn sie nach Ablauf des angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatums verzehrt werden sollen. Dies gilt insbesondere für Lebensmittel mit einem Kühlvermerk ("bei … °C mindestens haltbar bis …"). Lebensmittel, die unter Tiefkühlbedingungen aufbewahrt werden, sind aber nicht so kritisch zu sehen - immer vorausgesetzt, dass die Kühlkette eingehalten ist.
Denn: Lebensmittel mit Kühl- oder Tiefkühlvermerk sollen bis zu ihrem Verbrauch bei keiner höheren Temperatur als der angegebenen aufbewahrt werden. Im Sommer empfiehlt sich daher der Einkauf mit einer Kühltasche, die ggf. sogar mit Kühlelementen ausgestattet wird.

Sehr leicht verderbliche Lebensmittel (z.B. Hackfleisch, Räucherfisch, Innereien) tragen ein Verbrauchsdatum, erkennbar an der Aufschrift "bei … °C zu verbrauchen bis …" (anstelle von "mindestens haltbar bis …"). Nach Ablauf dieses Datums sind Gefahren für die Gesundheit nicht auszuschließen. Deshalb dürfen diese Lebensmittel nach Ablauf des Verbrauchsdatums nicht mehr verkauft werden und sollen dann sicherheitshalber auch nicht mehr verzehrt werden.

Ein Verderb ist in den meisten Fällen am veränderten Aussehen, Geruch und/oder Geschmack zu erkennen. Manchmal tritt er auch schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ein, zum Beispiel bei schadhaften Packungen. Deshalb ist eine Prüfung dieser Merkmale immer zu empfehlen.


DAS MINDESTHALTBARKEITSDATUM IST ABGELAUFEN - WAS NUN?
Viele der Veränderungen, die während der Lagerung eintreten, sind gesundheitlich unbedenklich. Die Entscheidung, ob ein Lebensmittel trotz abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums noch gegessen werden soll, muss jeder für sich selbst treffen. Der Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst (BLC) möchte Ihnen mit den folgenden Hinweisen eine Hilfestellung geben:

 weitere Hinweise als PDF

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