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Artikel des Monats

Auf seiner Jahreshauptversammlung 2011 in Gotha hat der BLC beschlossen, ab Dezember 2011 jeden Monat einen Artikel über ein Thema aus der Lebensmittel- und Bedarfsgegenständeüberwachung im Internet zu veröffentlichen. Diese Artikel finden Sie hier, wobei der neueste Artikel als Erstes erscheint und der älteste Artikel als Letztes. Zusätzlich ist der neueste Artikel einen Monat lang auf der Startseite zu sehen.

Methanol in Spirituosen – wie viel darf es sein?

Analyse von SirituosenDas nachfolgend beschriebene außergewöhnliche Geschehen zeigt eindrucksvoll, dass grenzüberschreitende Risiken bei Lebensmitteln nie auszuschließen sind. Auch der zunehmende weltweite Vertrieb erhöht das Risiko. Dies und die Gefahr krimineller Handlungen erfordern eine gut funktionierende, intensive Zusammenarbeit zuständiger Behörden, auch im kleinen Grenzverkehr, den hohen Sachverstand in den amtlichen Untersuchungseinrichtungen mit sofortiger flexibler Untersuchungskapazität sowie fachlichen Spürsinn bei der Probenahme. Der aktuelle Fall: Anfang September 2012 informierte das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel über mehrere Fälle von mit Methanol* gepanschtem Alkohol aus Tschechien.

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Honig - immer rein und echt?

3 HoniggläserHonig ist ein Naturprodukt. Der Verbraucher erwartet beim Erwerb eines Naturproduktes ein unverfälschtes Lebensmittel. Entsprechend der Europäischen Richtlinie 2001/110/EG und der deutschen Honigverordnung darf dem Honig nichts hinzugefügt und nichts entzogen werden. Der natursüße Stoff, den Bienen erzeugen, wird von Menschen vor allem als süßer Brotaufstrich oder als Zusatz zum Süßen von Getränken geschätzt. Die Bienen sammeln entweder Blütennektar (für sog. Blütenhonig), andere Sekrete von lebenden Pflanzenteilen oder Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten (für sog. Honigtauhonig), die sich auf den lebenden Pflanzenteilen befinden. Diese Säfte werden von den Tieren durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umgewandelt, einlagert, entwässert (dehydriert ) und in Waben gespeichert.

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Unzulässige Schlankheitsmittel - hohes gesundheitliches Risiko für Verbraucher!

SchlankheitsmittelDie Ansichten über "Schönheit" variieren je nach Kulturkreis und Zeitraum. Üppige Körperformen waren oftmals ein Zeichen von Wohlstand und somit auch das vorherrschende Schönheitsideal (1). Zumindest in westlichen Kulturkreisen des späten 20. Jahrhunderts ist der Begriff "Schönheit" hingegen zunehmend mit einem schlanken Körperbau assoziiert. In Zeiten von reichlichem Nahrungsangebot und abnehmender körperlicher Betätigung ist dieses Schlankheitsideal allerdings für einen großen Personenkreis in weite Ferne gerückt. Was liegt näher, als mithilfe bunter Pillen und Tabletten schnell und ohne große Mühe und Anstrengung sein Wunschgewicht zu erreichen?

Die Nachfrage nach Schlankheitsmitteln ist groß und so verwundert es wenig, dass sich auch entsprechend viele Anbieter auf diesem Sektor tummeln. Gesundheitliche Risiken sind absehbar. In den Laboratorien der amtlichen Lebensmittelüberwachung werden entsprechende Untersuchungen durchgeführt.

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Ciguatoxine - eine neue Bedrohung in Deutschlands Küchen?

Formel CiguatoxinWährend sich früher in Deutschland ausschließlich Fische aus den Fanggebieten der Nord- und Ostsee und des Nordatlantiks im Handel befanden, sind in den letzten Jahren verstärkt exotische Fischarten zu günstigen Preisen zu bekommen. Neben ihres guten Geschmacks birgt der Verzehr aber auch gewisse Risiken. In den letzten 1,5 Jahren kam es in Deutschland vermehrt zu Meldungen in der Presse, wie z.B.: „[…] sechs Menschen durch Red Snapper erkrankt.“ Ursache der Erkrankungen könnten Vergiftungen mit sogenannten Ciguatoxinen gewesen sein.

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Wie viel Fisch ist im Pangasius?

PangasiusfiletWährend bis zur Jahrtausendwende im Tiefkühlregal und in der Frischfischtheke hauptsächlich Seefische gehandelt wurden, findet man heute im Sortiment häufig auch Fische aus Aquakulturen. So stammt der beliebte  Süßwasserfisch Pangasius meistens aus vietnamesischen Aquakulturen, die sich im Mekong-Delta befinden.

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Dioxine - ein skandalträchtiges Reizwort

Dioxin Clean-UpDioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind Umweltkontaminanten, die sich aufgrund ihrer fettlöslichen Eigenschaften vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln anreichern. Menschen nehmen Dioxine und PCB hauptsächlich über tierische Lebensmittel auf.

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Heißgeliebte Vorfreude: Wie steht es um Glühwein, Kinderpunsch & Co. von Weihnachtsmärkten?

WeihnachtsmarktstandAlle Jahre wieder: In der Adventszeit kontrollieren die Behörden der Lebensmittelüberwachung bundesweit auf den Weihnachtsmärkten angebotene Lebensmittel. Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker der amtlichen Laboratorien untersuchen die entnommenen Proben auf ihre Übereinstimmung mit den rechtlichen Vorgaben. So werden auch im Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) am Standort Braunschweig lose ausgeschenkte und erhitzte Heißgetränke von Marktständen, hauptsächlich auf Weihnachtsmärkten, untersucht. Von Glühwein, Fruchtglühwein, Feuerzangenbowle und verschiedenen Punschkreationen ist alles zu haben, was das Herz begehrt. Auch Kinder und Erwachsene, die keinen Alkohol trinken oder trinken wollen, kommen auf ihre Kosten, denn Kinderpunsch und andere alkoholfreie Erzeugnisse sind inzwischen fast an jedem Stand parallel zu den alkoholhaltigen Getränken erhältlich. Dabei liegen Erzeugnisse in immer neuen Kombinationen im Trend.

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Antibiotika-Rückstände in Fleisch - ein Problem oder blanke Hysterie?

Analysengerät LC-MSTierarzneimittel-Rückstände in Lebensmitteln waren eines der beherrschenden Themen der Medien in den letzten drei Jahren. Dazu zählte u. a. der Stern-Artikel "Unser täglich Fleisch". Beim Pferdefleischskandal in Europa 2013 wurden in verschiedenen europäischen Ländern als Rindfleischprodukte deklarierte Lebensmittel gefunden, die bis zu 100 % nicht deklariertes Pferdefleisch enthielten. Im Rahmen der Untersuchungen wurden teilweise auch nicht deklarierte Anteile anderer Tierarten wie Schweinefleisch und Medikamente wie Phenylbutazon nachgewiesen. Betroffen waren insbesondere Tiefkühlkost und Soßen mit Hackfleisch wie Lasagne, Sauce Bolognese und ähnliche Produkte. Durch nicht deklariertes Pferdefleisch und das Fleisch anderer Tierarten wurden auch Antibiotika in die Lebensmittelkette eingebracht, welche nicht für die Tiere zur Lebensmittelproduktion vorgesehen sind. Solche Nachrichten sind es, die Verbraucher beunruhigen und verunsichern. Hier ist die Fachkompetenz der Lebensmittelchemiker gefordert. Nicht nur ihr Wissen über die Zusammensetzung der Lebensmittel und die zulässigen Zusatzstoffe sondern auch ihre Kenntnisse über möglicherweise gesundheitlich bedenkliche Rückstände und deren Höchstmengen sind die Basis für eine sachgerechte Aufklärung und Information der Bevölkerung.

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Bestrahlung von Lebensmitteln - ein bleibendes Thema

3 GewürzeSichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel, die unabhängig von Jahreszeit und Herstellungsort zur Verfügung stehen, sind für die heutige Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Nur durch entsprechende Bearbeitungs- und Verarbeitungstechnologien kann dieser Forderung nachgekommen werden. Verfahren zur Haltbarmachung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Neben den klassischen Verfahren wie z.B. der Pasteurisation von Milch oder der kombinierte Druck- und Hitzebehandlung von Konserven wird in vielen Ländern die Behandlung von Lebensmitteln mit ionisierenden Strahlen als eine alternative Konservierungsmethode eingesetzt.

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Messer, Gabel und Karton - wie sicher sind sie? - Lebensmittelkontaktmaterialien

Messer, Gabel, LöffelLebensmittel sind im modernen Handel kaum noch ohne Verpackungen anzutreffen. Diese müssen viele Funktionen erfüllen. Sie sind Schutz vor äußeren Einflüssen, z. B. chemische und mikrobiologische Verunreinigungen, Träger von Informationen für den Verbraucher - von der Angabe des Inhalts, seiner Haltbarkeit bis hin zur Adresse des Herstellers, Mittel zur Portionierung und schließlich erfüllen sie Marketing"aufgaben", indem sie attraktiv gestaltet werden. So wie Verpackungen verhindern sollen, dass äußere Einflüsse negativ auf das Lebensmittel einwirken können, ist es gleichzeitig unerwünscht, dass Stoffe aus dem Verpackungsmaterial auf das Lebensmittel übergehen. Dies gilt gleichermaßen für alle anderen Arten von Materialien und Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen können, wie Ess- und Kochgeschirr, Bestecke, Haushaltsgeräte oder Maschinen und Ausrüstungsgegenstände, die bei der Herstellung oder Verarbeitung von Lebensmitteln Verwendung finden.

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