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Positionspapier der Lebensmittelchemischen Gesellschaft und des Bundesverbandes der Lebensmittelchemiker/ -innen im öffentlichen Dienst zur berufspraktischen Ausbildung in der amtlichen Überwachung

Grundsätzlich sollte aus Sicht des BLC und der LChG jeder Studierende der Lebensmittelchemie die Möglichkeit haben, das zweite Staatsexamen zu absolvieren.

Die zweite Staatsprüfung im Fach Lebensmittelchemie ist für die meisten Lebensmittelchemiker und Lebensmittelchemikerinnen der berufsqualifizierende Abschluss ihrer Ausbildung. Die Anzahl der bestandenen zweiten Staatsprüfungen in einem Jahr entspricht laut GDCh-Statistik etwa 70 % der Anzahl an bestandenen ersten Staatsprüfungen/Diplome im jeweiligen Vorjahr. Die zweite Staatsprüfung ist wie die erste Staatsprüfung und die universitäre Ausbildung auf Länderebene organisiert und wird in den meisten Bundesländern durchgeführt. Der Abschluss wird bundesweit anerkannt.

Eine im Jahr 2006 von der AG JLC durchgeführte Erhebung unter Praktikanten hat viele Aspekte aufgezeigt, in denen sich die Staatsprüfung selbst und das darauf vorbereitende Praktische Jahr von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Die wesentlichsten Unterschiede lagen hierbei in der Durchführung und im Umfang der praktischen Prüfungen, deren Länge von einem Tag bis hin zu 3 Wochen variiert. Auch im Ablauf gibt es erhebliche Unterschiede. In einigen Bundesländern gehören Praktika in herstellenden Betrieben und in der Lebensmittelkontrolle zum praktischen Jahr, während in anderen ausschließlich am Untersuchungsamt ausgebildet wird. Auch die Vergütung der Praktikanten weist eklatante Unterschiede auf und liegt generell auf einem Niveau, das weit unter dem vergleichbarer Berufsgruppen (z.B. Lehramtsstudenten im Referendariat) liegt.

Die Lebensmittelchemische Gesellschaft (LChG) und der Bundesverband der Lebensmittelchemiker/ -innen im öffentlichen Dienst (BLC) vertreten die Auffassung, dass die Bedingungen und Inhalte der berufspraktischen Ausbildung in der amtlichen Überwachung möglichst schnell bundesweit vereinheitlicht werden müssen. Das Praktische Jahr soll die staatlich geprüften Lebensmittelchemiker dazu befähigen, die Rechtsvorschriften zur Beurteilung von Lebensmitteln, Futtermitteln, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen anzuwenden, angemessene Prüfpläne zu erstellen und fundierte Gutachten anzufertigen. Darüber hinaus sollen spezielle Kenntnisse bezüglich der Durchführung amtlicher Kontrollen einschließlich Kontrollmethoden und Verwaltungsrecht, Risikoerkennung und -bewertung sowie Krisen- und Qualitätsmanagement vermittelt werden. Dazu stellt die Muster-Ausbildungs- und Prüfungsordnung, die 1994 von der Gesundheitsministerkonferenz beschlossen wurde und die es mit den europäischen Anforderungen an die Qualifikation des Kontrollpersonals abzugleichen und laufend fortzuentwickeln gilt, die geeignete Grundlage dar. Allerdings wurde die Muster- Ausbildungs- und Prüfungsordnung bisher noch nicht in allen Bundesländern umgesetzt. Hierin liegt der wesentliche Grund für die erheblichen Abweichungen in den Inhalten und in der Durchführung des

Praktischen Jahres in den verschiedenen Bundesländern. Die Umsetzung der Muster-Ausbildungs- und Prüfungsordnung in entsprechenden Landesverordnungen durch alle Bundesländer ist zudem für die Gewährleistung einer bundesweiten Anerkennung des Berufsabschlusses dringend erforderlich. Die LChG und der BLC halten neben der Umsetzung der existierenden Muster-Ausbildungs- und Prüfungsordnung die Einhaltung der folgenden Mindestanforderungen bei der Gestaltung der postgradualen Ausbildung von Lebensmittelchemikern im Praktischen Jahr für unerlässlich:

Mehr zur Ausbildung zur staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin / zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker finden Sie hier.

Das vollständige Positionspapier kann hier als  PDF-File heruntergeladen werden.

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