Anmeldung
zufall6.jpg

Home Landesverbände Berlin/Brandenburg 26 Jahre Landesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst Berlin/Brandenburg

26 Jahre Landesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst Berlin/Brandenburg

- Ein Rückblick -

 

Nach der Wende 1990 wurden in Berlin und Brandenburg wie in allen neuen Bundesländern auch in der Lebensmittelüberwachung neue einheitliche Strukturen geschaffen. Die Organisationsformen entsprachen der gängigen Praxis in den alten Bundesländern. Die in der DDR bestehenden Kreis-Hygieneinspektionen (KHI), die per Verordnung für die Überwachung des allgemeinen Verkehrs mit Lebensmitteln, Bedarfsgegenstände(n) und Kosmetika zuständig waren und vornehmlich mit Lebensmittelchemikern/-innen besetzt waren, wurden aufgelöst. Die Überwachung der Erzeugung und Verarbeitung tierischer Lebensmittel unterstand in der DDR den Veterinär-Inspektionen (Tätigkeitsbereich der Tierärzte).

Die gesamte Lebensmittelüberwachung wurde in den Jahren 1990/91 den neu gegründeten Veterinär-und Lebensmittelüberwachungsämtern übertragen, die aufgrund der vorhandenen Strukturen in den etablierten Berliner Bezirken  vornehmlich mit Tierärzten besetzt waren / wurden. Diese Entwicklung bedeutete für die zuvor in den KHI eingesetzten Lebensmittelchemiker/-innen in der Regel das berufliche Aus. Nur in wenigen Fällen wurde ihnen eine Tierarztstelle angeboten, meist bot sich nur die Wahl zwischen der Tätigkeit als Lebensmittelkontrolleur oder  Verzicht auf einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst. Einigen Berufskollegen gelang der Aufstieg in die neu gebildeten Ministerien bzw. Landesämter, hier wurde eine begrenzte Zahl von Stellen speziell für Lebensmittelchemiker/-innen geschaffen. Die Situation der Lebensmittelchemiker/-innen in den Untersuchungseinrichtungen gestaltete sich dagegen weniger dramatisch. Soweit nicht andere Gründe gegen eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst sprachen erfolgte eine Übernahme in die neu gegründeten Landesuntersuchungsämter bzw. in Berlin durch das ILAT.

Auf Grund der dargestellten kritischen Situation ergriffen 1993 einige engagierte Berufskollegen die Initiative und riefen zur Bildung eines Landesverbandes der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst Berlin/Brandenburg auf. Unterstützt wurde das Unternehmen durch den am 08.12.1990 in Kassel gegründeten Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst. Der Entwurf für eine Satzung wurde erarbeitet und am 15.01.1994 auf einer Gründungsversammlung in Anwesenheit von 37 Berufskollegen/innen beschlossen. Alle Anwesenden waren davon überzeugt, dass nur eine berufsständische Vertretung aller in der Lebensmittelüberwachung und Untersuchung tätigen Lebensmittelchemiker/-innen die Interessen der Berufsgruppe wahrnehmen kann. Vorstand und erweiterter Vorstand wurden einstimmig gewählt, als Vorsitzender des Verbandes wurde Herr Professor Dr. Wollenberg gewählt. In der ersten Vollversammlung des Verbandes am 19.11.1994 wurde die nochmals überarbeitete Satzung bestätigt. Dem Verband gehörten zu dieser Zeit 52 Mitglieder an. Die Eintragung des Verbandes erfolgte am 19.05.1995 beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg.

Im Januar 1996 verstarb Professor Dr. Wollenberg unerwartet. Sein Verlust war für unseren jungen Landesverband groß, weil er als Integrationsfigur mit Rang und Namen sowohl in Wissenschaft und Lehre als auch in der Politik bestrebt war, die Interessen der Verbandsmitglieder zusammenzuführen und diese kompetent nach außen zu vertreten. Auf der vorgezogenen Neuwahl am 09.11.1996 wurde ein neuer Vorstand gewählt, den Vorsitz übernahm Herr Professor Dr. Kroll.

In der folgenden Zeit wurden Ziele und Aufgaben des Verbandes ständig erweitert. Neben der Wahrung der Berufsinteressen wurden die Mitgliederversammlungen durch das Angebot von fachbezogenen Fachvorträgen aufgewertet. Besonders aktiv wirkten hier die Mitarbeiter/-innen aus den Untersuchungseinrichtungen der beiden Länder bzw. dem Landeslabor mit. Großes Interesse wurde auch den Beiträgen aus Wissenschaft und Forschung, dem BVL und der Stiftung Warentest entgegen gebracht.

Zum heutigen Zeitpunkt hat der Verband 43 Mitglieder. Den Verbandsvorsitz hat Frau Cerstin Hennig als Nachfolgerin von Herrn Professor Dr. Stenzel übernommen. Dem Vorstand gehören weiterhin Frau Christiane Zoost und Herr Klaus Herrmann als Stellvertreter, Frau Dr. Bärbel Jansen als Schatzmeisterin und Frau Jutta Sonnenstuhl als Schriftführerin an.

Der Generationswechsel fand auch in unserem Verband statt. Alle Mitglieder des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes aus der Zeit der Verbandsgründung sind heute nicht mehr beruflich aktiv, nehmen aber weiterhin mehrheitlich am Verbandsleben teil.

Anmerkung in eigener Sache:

Der Vorstand des LVLBB bittet um Hinweise und Ergänzungen insbesondere auch um Bildmaterial zur Ergänzung der Dokumentation über den Verband. Insbesondere Mitglieder auch ehemalige Mitglieder aus der Gründungszeit und den ersten Jahren der Verbandstätigkeit werden gebeten, Material zugänglich zu machen.

Bitte wenden Sie sich an den Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .