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Nordrhein-Westfalen

Landesverband Nordrhein-Westfalen der Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker im öffentlichen Dienst = LVL

Der LVL ist ein Zusammenschluß der Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker, die in Nordrhein-Westfalen im öffentlichen Dienst tätig sind. Er ist ein freier, unabhängiger, parteipolitisch neutraler Verband.

Der LVL ist Mitglied im Deutschen Beamtenbund - Landesbund Nordrhein-Westfalen und im Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-innen in öffentlichen Dienst e.V. (BLC). 

Im Folgenden finden Sie weitere Artikel des LVL:

Verbraucherschutz ohne Verbraucherschützer – Ausbildungssituation von Lebensmittelchemie-Praktikantinnen und -Praktikanten in NRW

Der Verbraucherschutz genießt in Nordrhein Westfalen wie auch in ganz Deutschland einen hohen Stellenwert. Staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker/-innen sind eine der tragenden Säulen sowohl des gesundheitlichen Schutzes als auch des Täuschungsschutzes. Themenfelder wie Pferdefleisch in Lasagne oder Dioxine in Bio-Eiern sind auf staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker/-innen zugeschnittene Aufgaben. Nicht grundlos arbeiten deshalb Lebensmittelchemiker/-innen auf Augenhöhe sowohl in der amtlichen Überwachung und Untersuchung, als auch in lebensmittelproduzierenden und -verarbeitenden Industriebetrieben sowie in unabhängigen Prüf- und Handelslaboratorien. Die vielfach geforderte effektive ‚Kontrolle der Kontrolle‘ ist damit verwirklicht.

Eine qualitativ hochwertige Ausbildung von staatlich geprüften Lebensmittelchemikern/ -innen ist daher eine grundlegende Voraussetzung und vom zuständigen Ministerium bislang auch unterstützt worden. Die Ausbildung richtet sich derzeit nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (APVOLChem NRW) vom 12.12.2005, zuletzt geändert am 10.01.2016, in Kraft seit dem 26.01.2016. Sie regelt die universitäre Ausbildung und den konsekutiv gestalteten berufspraktischen Teil, der mit einer Staatsprüfung abschließt. Sie befähigt, Lebensmittel, Futtermittel, Trinkwasser, Bedarfsgegenstände und Kosmetika verbraucherschutzorientiert zu untersuchen, zu bewerten und insbesondere die rechtliche Einordnung unter Kenntnis der Vollzugsmöglichkeiten vorzunehmen. Dieses anspruchsvolle Qualifikationsniveau ermöglicht in besonderem Maße den Anforderungen an Eigenüberwachung und Produkthaftung in der Lebensmittelwirtschaft gerecht zu werden. Unabhängige Laboratorien verfügen mit staatlich geprüften Lebensmittelchemikern/-innen schließlich über eine qualitätsgesicherte und rechtlich fundierte Expertise.

Die APVOLChem fordert in Ausgestaltung dieser Anforderungen in § 3 für die berufspraktische Ausbildung von 12 Monaten zwingend eine 3-monatige Ausbildung in einem Betrieb der Lebensmittelwirtschaft, einem Handelslabor, einem Hochschullabor oder einer sonstigen Forschungseinrichtung, eine 2-monatige Ausbildung in einer Lebensmittelüberwachungsbehörde und eine 7-monatige Ausbildung in einer Untersuchungsanstalt. Zur Sicherstellung einer gleichwertigen Ausbildung muss das Landesamt (LANUV) mit der jeweiligen Ausbildungsstelle eine Vereinbarung über Ausbildungsort, Ausbildungsinhalte und Ausbildungsqualifikation der für die Ausbildung verantwortlichen Person abschließen. Mit größtem Erstaunen stellen die Unterzeichner fest, dass bislang keine durch die Verordnung vorgeschriebenen, gültigen Ausbildungsvereinbarungen mit den Untersuchungseinrichtungen abgeschlossen wurden. Chemische und Veterinäruntersuchungsämter als amtliche Untersuchungseinrichtungen sind in NRW zurzeit überwiegend in Form von Anstalten des öffentlichen Rechts (AöR) konzipiert und stellen für Lebensmittelchemiker/-innen deutschlandweit, seit Erlass des Reichsgesetzes betreffend den Verkehr mit Nahrungsmitteln 1879, das Herzstück der amtlichen Tätigkeit und damit der Ausbildung dar.

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Stellungnahme des LVL zum Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Eine effektive Lebensmittelkontrolle stärkt insbesondere die Ernährungswirtschaft in NRW

Die staatliche Fürsorge beinhaltet u.a. den Schutz des Verbrauchers vor gesundheitlicher Beeinträchtigung, aber auch den Schutz des Verbrauchers vor Irreführung und Täuschung im Bereich der Lebensmittel, Lebensmittelbedarfsgegenstände, anderer Bedarfsgegenstände (wie z.B. Spielzeug und Gegenstände mit Körperkontakt), Kosmetischen Mittel, Tabakerzeugnisse und Futtermittel. Diese Aufgaben und Zuständigkeiten liegen in NRW im Grundsatz bei den 51 Kreisordnungsbehörden (KOB) und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Das Ministerium für Klima, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (MKULNV) nimmt politische Führungs- und Leitungsaufgaben wahr. Bei der Wahrnehmung der amtlichen Kontrollaufgaben müssen auch die amtlichen Untersuchungseinrichtungen erwähnt werden. Hierzu zählen ab Januar 2014 die 5 Anstalten öffentlichen Rechts (CVUA-OWL, CVUA- MEL, CVUA-RRW, CVUA-Rheinland und CVUA-Westfalen) und die Kooperation der Chemischen Untersuchungsämter Düsseldorf/Mettmann.

Bei der Umsetzung einzelner Aufgaben kommt es dabei aufgrund bestehender Zuständigkeitsregelungen zu Berührungspunkten und gelegentlichen Überschneidungen zwischen den KOB`s und dem LANUV, aber auch zwischen den KOB`s untereinander, die Folge sind Reibungsverluste.

 

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Stellungnahme zum Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Marktüberwachung von Produkten KOM (2013)75 final

Grundsätzlich wird eine Vereinheitlichung der Marktüberwachung innerhalb der Mitgliedstaaten begrüßt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass lange gewachsene und sehr gut funktionierende Überwachungsstrukturen nicht zerschlagen werden dürfen. In Deutschland hat es sich seit Jahrzehnten bewährt und als sehr effektiv erwiesen, dass die unterschiedlichen Warengruppen, wie Lebensmittel, Futtermittel, kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände (Lebensmittelkontaktmaterialien, Gegenstände mit Körper- und Schleimhautkontakt, Spielwaren, Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel für den häuslichen Bedarf, Kontaktmaterialien mit kosmetischen Mitteln) von einem Rahmengesetz, dem LFGB, gleichzeitig erfasst werden.

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Aktualisierte Stellungnahme Kontrolleurverordnung (Stand 10.04.2013)

Bei dem jetzt vorliegenden 3. Entwurf der Lebensmittelkontrollpersonal-Verordnung (Stand: 10.04.2013) ist positiv hervorzuheben, dass im Namen der Verordnung (Lebensmittelkontrollpersonal-Verordnung) als auch in den allgemeinen Passagen vom „Kontrollpersonal“ die Rede ist.


Aus Sicht des Landesverbandes der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst NRW ist mit diesem Entwurf ein qualitativer Verlust in der Lebensmittelüberwachung verbunden.


Dieser qualitative Verlust begründet sich vorrangig in einer nicht ausreichenden Befähigungsanforderung für nur approbierte Tierärzte und andere Berufsgruppen mit nur einer Staatsprüfung, einem Master oder einem Diplom. Darüber hinaus erfolgt keine Aufgabendifferenzierung zwischen wissenschaftlichem Personal und nichtwissenschaftlichem Personal. Hierdurch ist mit einem gravierenden Kompetenzverlust und deutlich höheren Personalkosten zu rechnen.

 

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Vorstellung des LVL

Was sind die Ziele des LVL?

  • Wir vom LVL wollen die Berufsinteressen der Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker insbesondere des öffentlichen Dienstes besser zur Geltung bringen und durchsetzen.

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