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Lebensmittelchemiker in Rheinland-Pfalz feierten 25-jähriges Jubiläum

Im Rahmen einer hochkarätig besetzten Fortbildungsveranstaltung feierte die Fachgruppe Lebensmittelchemie im BTB Rheinland-Pfalz in den Räumlichkeiten der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz-Hechtsheim ihr 25-jähriges Bestehen.

Fachgruppenvorsitzende Dr. Christine Schleich begrüßte zahlreiche Mitglieder und Gäste aus den Reihen des BTB und BLC (Bundesverband der Lebensmittelchemiker/innen). Dr. Christine Schleich erinnerte, dass die Fachgruppe sowohl im BTB als auch überregional berufsständisch im BLC verankert sei. Diese Kombination habe sich in den letzten Jahren als sehr gut erwiesen, um die Lebensmittelchemiker in Rheinland-Pfalz sowohl gewerkschaftlich vertreten als auch fachlich unterstützen zu können. Grüße von Staatsministerin Ulrike Höfken und Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz überbrachte Referatsgruppenleiter Dr. Wilfried Ebling. Er dankte der Fachgruppe für ihre engagierten fachlichen Beiträge und die konstruktive Zusammenarbeit. Mit Blick auf die Vorgaben der LebensmittelüberwachungsVO [Verordnung (EG ) 882/2004] wies er darauf hin, dass es wichtig sei, dass in den Behörden ausreichend Personal vorhanden ist und dieses für seinen Aufgabenbereich angemessene Schulungen erhält. Grenzen würden dabei durch die vorhandenen Ressourcen gesetzt. Er vertrat die Auffassung, dass die Lebensmittelüberwachung in Rheinland Pfalz gut für die anstehenden Herausforderungen, die sich zum Teil auch in den Themen der Fortbildung widerspiegeln, aufgestellt sei. BTB-Landesvorsitzender Karl-Heinz Boll dankte in seinem Grußwort allen Beteiligten, die durch ihr Engagement in den letzten 25 Jahren die Arbeit der Fachgruppe Lebensmittelchemie prägten. Den Gründungsvätern und -müttern gelte dabei der besondere Dank. Im BTB konnte dabei die gewerkschaftliche Anbindung ermöglicht werden und zum Nutzen der Kolleginnen und Kollegen eingesetzt werden. Gemeinsam sollten, so Karl-Heinz Boll, auch die Herausforderungen der nächsten 25 Jahre angegangen werden. Unter der Moderation von Vorstandsmitglied Dr. Andreas Hoffmann schloss sich dann die mehrstündige Fortbildungstagung an. Birgit Bienzle vom Ministerium Ländlicher Raum Baden Württemberg erläuterte die Zielsetzungen der „Verordnung (EG) 882/ 2004“ sowie den aktuellen Stand der Revision der Kontroll-Verordnung. Hierbei wurden die vielschichtigen Beziehungen zwischen den Ländern, dem Bund und der Europäischen Kommission deutlich, die für eine breite Erörterung und eine möglichst konsensuale Lösung Sorge tragen. Dr. Marcus Girnau vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) Berlin ging auf das Thema „Mehr Transparenz amtlicher Kontrollen – politische Ziele und rechtliche Grenzen“ ein. Er zeigte den schmalen Grat zwischen dem Informationsgebot für die Öffentlichkeit bei der Gefahrenabwehr sowie dem Anrecht der Unternehmen auf Datenschutz zur Vermeidung von unangemessenen wirtschaftlichen Schäden auf. Prof. Ulrich Nöhle von der Universität Braunschweig gab einen breiten und aktuellen Überblick zu „Food Fraud (Lebensmittelbetrug) – Alte und neue Herausforderung für amtliche Überwachung und Industrie“. Nöhle, der als Lebensmittelchemiker und Honorarprofessor an der TU Braunschweig das Fach „Qualitätsmanagement in der industriellen Lebensmittelerzeugung“ liest, ging in seinem Referat insbesondere auf Betrugsfälle ein, die durch die Globalisierung von Warenströmen erst möglich wurden, und berichtete über erste Maßnahmen der EU. Danach scheint sich eine Tendenz des Gesetzgebers anzubahnen, die neben Food Safety (Lebensmittelsicherheit) verstärkt Food Fraud hinterfragt. Mit Sorge wurde ein Bericht von saarländischen Kollegen aufgenommen, die die aktuell schwierige Situation für die Lebensmittelchemiker im Saarland erläuterten. Der stetig anwachsende Kostendruck und politischer Aktionismus führen dort dazu, dass den amtlichen Lebensmittelchemikern die Erfüllung ihrer Aufgaben erheblich erschwert wird. Die Unsicherheit über die Zukunft der amtlichen Lebensmittelüberwachung im Saarland ist groß und stellt für die dort beschäftigten Kollegen eine große Belastung dar.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Christine Schleich
  +49 (0) 6131-557825660
  christine.schleich@lua.rlp.de

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